Reiseinformationen für die Republik Singapur

Inhalt Reiseinformationen: Republik Singapur

Reiseinformationen für die Republik Singapur
Reiseinformationen für die Republik Singapur

Die wichtigsten Reiseinformationen für die Republik Singapur

Für Ihre Reise finden Sie hier zusammengefasst die wichtigsten Reiseinformationen für die Republik Singapur. Einige Reiseinformationen sind wichtig und sollten unbedingt beachtet werden, z. B. ob ein Einreisevisum für Staatsbürger aus Deutschland bzw. für Bürger aus anderen Staaten (nicht deutsche Staatsangehörige) notwendig ist, oder ob es bei den Zollbestimmungen Besonderheiten gibt die man in der Republik Singapur beachten muss. Auch das Thema Versicherungsschutz auf Reisen ist wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. Andere Reiseinformationen über die Republik Singapur dienen rein informativen Zwecken.

Inhalt dieses Beitrags:

Visum für die Republik Singapur

Für eine Aufenthaltdauer von bis zu 90 (neunzig) Tagen besteht keine Visumspflicht für Staatsbürger aus Deutschland. Bürger aus anderen Staaten benötigen in der Regel ein gültiges Einreisevisum, dass rechtzeitig vor der Abreise bei der Botschaft der Republik Singapur bzw. dem singapurischen Konsulat eingeholt werden sollte.

Reiseimpfungen für die Republik Singapur

Informieren Sie sich, bevor Sie reisen, welche Impfungen für die Republik Singapur gesetzlich vorgeschrieben sind. Die Impfvorschriften der Republik Singapur können sich durch Krankheitsausbrüche jederzeit kurzfristig ändern.

Inhalt: Reiseimpfungen und Auffrischung von Impfungen für die Republik Singapur

Empfehlung für eine reisemedizinische Beratung beim Hausarzt

Lassen Sie sich von ihrem Hausarzt, möglichst mindestens 6 (sechs) Wochen vor Reiseantritt, reisemedizinisch beraten und einen Impfplan erstellen. Die Schutzimpfungen benötigen eine gewisse Zeit, um ihre volle Schutzwirkung zu entfalten. Auch für kurzfristige Reisen (bspw. Last-Minute-Reisen) sind einige (jedoch nicht alle) der empfohlenen Schutzimpfungen noch möglich. Kurzfristig durchgeführte Impfungen haben allerdings den Nachteil, dass die eventuellen Nebenwirkungen in der Reisezeit auftreten können. Eine reisemedizinische Beratung beim Hausarzt ist unbedingt zu empfehlen!

Auffrischen von Impfungen vor Antritt der Reise in die Republik Singapur

Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten die folgenden Impfungen geprüft und gegebenenfalls rechtzeitig, vor Antritt der Reise in die Republik Singapur, aufgefrischt werden. Wenn Sie noch gar keine Schutzimpfung gegen die folgenden Krankheiten erhalten haben, sollte dies dringend nachgeholt werden. Ihr Hausarzt kann Ihnen alle Fragen zu den Impfungen beantworten.

  • Tetanus / Wundstarrkrampf
    • bakterielle Infektionskrankheit die durch eine infizierte Wunde in den Körper gelangen kann.
    • Das Tetanus-Bakterium "Clostridium tetani" kann u. a. in Staub und Schmutz vorkommen und ist weltweit verbreitet.
  • Diphtherie
    • ansteckende Infektionskrankheit der oberen Atemwege.
    • Das Diphtherie-Bakterium "Corynebacterium diphtheriae" wird meistens durch Tröpfcheninfektion, z. B. durch Niesen oder Husten, über die Atemluft übertragen.
    • In seltenen Fällen kommt es auch durch eine Schmierinfektion, z. B. durch das berühren eines kontaminierten Gegenstandes, zur Übertragung des Diphtherie-Erregers.
  • Typhus / Typhus abdominalis (Bauchtyphus) / Paratyphus
    • bakterielle Infektionskrankheit die durch verunreinigtes Wasser bzw. dem Verzehr von verunreinigten Nahrungsmitteln übertragen wird.
    • Die Typhus-Bakterien "Salmonella typhi" sind weltweit verbreitet.
  • Pertussis / Keuchhusten
    • hoch ansteckende bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege.
    • Das Pertussis-Bakterium "Bordetella pertussis" wird durch Tröpfcheninfektion (z. B. beim Sprechen oder durch Husten bzw. Niesen) von Mensch zu Mensch übertragen.
    • Kinder sind in der Bundesrepublik Deutschland gegen Keuchhusten (Pertussis) geimpft, sofern der Kinderimpfplan für Schutzimpfungen eingehalten wurde.
    • Eine Gefahr besteht vor allem für Jugendliche und Erwachsene, deren Impfschutz gegen Keuchhusten (Pertussis) meistens nicht aufgefrischt wurde.
  • Influenza (echte Grippe / Virusgrippe)
    • ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die mitunter auch einen lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf haben kann.
    • Die Influenzaviren werden zumeist über die Atemluft durch die virushaltigen Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets eines Erkrankten (Tröpfcheninfektion – feuchtes Sprechen, Husten oder Niesen) vorwiegend von Mensch zu Mensch übertragen.
      • Jedoch kann man sich auch durch die Berührung eines kontaminierten Gegenstandes (bspw. berühren von Türklinken, Treppengeländern, Haltegriffen usw.) oder durch Händeschütteln und anschließendem berühren von Mund, Nase oder Augen mit dem Grippevirus anstecken.
    • Da sich der Influenzavirus ständig verändert und dadurch immer wieder neue Varianten der Influenzaviren entstehen, muss auch der Influenza-Impfstoff regelmäßig angepasst werden.
      • Aus diesem Grund reicht eine einmalige Impfung nicht aus, es ist ratsam sich jedes Jahr erneut gegen Influenza (echte Grippe / Virusgrippe) impfen zu lassen.
      • Dadurch sind Sie in der Regel auch gegen die neuen Grippevirenstämme gut geschützt.
  • Pneumokokken
    • bakterielle Infektionskrankheit die eine Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung verursachen kann.
    • Erkrankungen durch das Pneumokokken-Bakterium sind weltweit verbreitet und können lebensbedrohlich sein.
    • Die Übertragung des Pneumokokken-Bakteriums "Streptococcus pneumoniae" erfolgt von Mensch zu Mensch z. B. durch Niesen, Husten oder beim Sprechen (Tröpfcheninfektion).
    • Eine Schutzimpfung gegen Pneumokokken ist im besonderen für Säuglinge ab dem 2 (zweiten) Lebensmonat und Kindern bis zum 2 (zweiten) Lebensjahr sowie Erwachsenen Personen über 60 (sechzig) Jahren unbedingt zu empfehlen.
    • Das Risiko der Erkrankung bzw. das erleiden von schweren Komplikationen nach einer Ansteckung kann durch eine Impfung verringert werden.
  • Hepatitis A und Hepatitis B
    • ansteckende Infektionskrankheiten die eine akute Entzündung der Leber verursachen.
    • Der Hepatitis A-Virus (HAV) wird meistens durch verunreinigtes Wasser bzw. dem Verzehr von verunreinigten Nahrungsmitteln, u. a. häufig durch Meeresfrüchte, übertragen.
      • Auch durch eine Schmierinfektion, z. B. durch das berühren eines kontaminierten Gegenstandes, kann es zu einer Übertragung des Hepatitis-A-Erregers kommen.
    • Der Hepatitis B-Virus (HBV) wird durch sexuelle Kontakte oder durch den Kontakt mit verunreinigten Gegenständen mit infiziertem Blut, z. B. Nagelscheren, benutzten Zahnbürsten, benutzten Spritzen oder Tätowierinstrumenten, übertragen.

Kinderkrankheiten die auch für Jugendliche und Erwachsene gefährlich sind

Folgend aufgeführte Krankheiten betreffen hauptsächlich Kinder, aber auch für Jugendliche und Erwachsene Personen besteht die Gefahr einer Infektion.

  • Poliomyelitis (Polio / spinale Kinderlähmung)
    • die spinale Kinderlähmung wird auch "Heine-Medin-Krankheit" genannt und betrifft überwiegend Kinder.
    • Die Krankheitserreger der spinalen Kinderlähmung sind Polioviren die meistens über den Stuhlgang durch Schmierinfektion (Übertragung durch die Berührung eines Objektes mit Krankheitserregern) übertragen werden.
      • Allerdings ist eine Ansteckung durch verschmutztes Trinkwasser oder durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, feuchtes Sprechen) ebenfalls möglich.
    • In der Bundesrepublik Deutschland werden Kinder gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis / Polio) geimpft und sind dadurch geschützt, wenn laut Kinderimpfplan die Schutzimpfungen eingehalten wurden.
    • Auch wenn die Erkrankung an Polioviren als Kinderlähmung bezeichnet wird, können sich Jugendliche und Erwachsene, die eine unvollständige Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis (Polio / spinale Kinderlähmung) erhalten haben, durchaus mit dem Poliovirus infizieren.
  • Mumps / Masern / Röteln (MMR)
    • Mumps (auch bekannt als Ziegenpeter, Feifel, Tölpel oder Bauernwetzel)
      • hoch ansteckende Virusinfektion, das u. a. die Speicheldrüsen (besonders die Ohrspeicheldrüsen) sowie andere Organe des Körpers befallen kann.
      • Durch den Speichel und dem Nasensekret, das beim feuchten Sprechen bzw. Niesen oder Husten (Tröpfcheninfektion) in die Atemluft verteilt wird, werden die hoch ansteckenden Mumpsviren übertragen.
      • Mumps zählt zu den Kinderkrankheiten, jedoch können sich auch Jugendliche sowie Erwachsene mit dem Mumpsvirus infizieren.
      • Durch die Mumpsviren könnte es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder bei Jungen zu einer Hodenentzündung (Mumpsorchitis) kommen.
    • Masern
      • hoch ansteckende Infektionskrankheit die überwiegend Kinder betrifft.
      • Übertragen wird die gefährliche Virusinfektion meistens über den Tröpfchenweg (Husten, Niesen, fuchtes Sprechen).
      • Masern zählen ebenfalls zu den Kinderkrankheiten, allerdings können sich aber auch Jugendliche und Erwachsene mit dem Masernvirus "Morbillivirus" infizieren.
      • Typisch für Masern ist in erster Linie der Hautausschlag (Masernexanthem – bräunlich-rosafarbene Hautflecken) mit erhöhter Körperkerntemperatur (Fieber) und einem geschwächten Allgemeinzustand.
      • Bei schweren Komplikationen kann es durch die Masernviren u. a. zu einer Lungenentzündung oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen.
    • Röteln
      • hoch ansteckende Infektionskrankheit die ebenfalls vor allem Kinder betrifft.
      • Röteln werden über Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten oder Niesen) übertragen.
      • Obwohl die Röteln zu den Kinderkrankheiten gehören, können sich Jugendliche wie auch Erwachsene mit dem Rötelnvirus "Rubella-Virus / Rubeola-Virus" infizieren.
      • Für Schwangere Frauen besteht bei einer Rötelninfektion die Gefahr, dass eine Frühgeburt bzw. eine Fehlgeburt ausgelöst wird oder es könnte für das ungeborene Kind eine Erkrankung (Rötelnembryopathie) bspw. durch Missbildungen der Organe die Folge sein.

Empfehlenswerte Impfungen bei einer Weiterreise in die Nachbarländer der Republik Singapur

Falls Sie eine Weiterreise in die Nachbarländer der Republik Singapur planen, ist es empfehlenswert sich auch gegen die folgenden Krankheiten impfen zu lassen:

  • Japanische Enzephalitis (JEV)
    • meistens kommt es zu einer Gehirnentzündung und wird durch das Arbovirus (arthropod-borne viruses) verursacht. Es wird hauptsächlich durch Mückenstiche (Stechmücken der Gattung Culex) übertragen.
  • Tollwut
    • auch Wutkrankheit oder Rabies genannt, wird durch das Rabiesvirus (RABV) / Tollwutvirus ausgelöst und greift das Nervensystem an.

Empfehlung für genauere Informationen zu Reiseimpfungen

Genauere Informationen zu Reiseimpfungen erhalten Sie auf der Website von DTG - Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V.:

DTG - Empfehlungen zu Reiseimpfungen

und auf der Website vom Robert Koch-Institut (RKI) (Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit):

RKI – Reiseassoziierte Infektionskrankheiten

Reiseapotheke nicht vergessen

Die Mitnahme einer Reiseapotheke ist ebenfalls sehr wichtig und sollte nicht vergessen werden. Nehmen Sie sich vor der Abreise genug Zeit für die Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke. Denken Sie vor allem an die privaten Medikamente für sich und Ihre Familienangehörigen (z. B. für Allergien, Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck). Besonders der Urlaub mit Kindern erfordert eine gut ausgestattete Reiseapotheke.

Zollbestimmungen für die Republik Singapur

Bargeldmengen ab einem Gegenwert von 30.000 SGD müssen eigenständig (ohne die Aufforderung der singapurischen Zollbeamten) gemeldet und deklariert werden. Die Einfuhr von Kautabak und Kaugummi (Nikotin- und Zahnpflege Kaugummis sind ausgenommen) ist verboten und wird in der Republik Singapur mit einem Bußgeld geahndet.

Versicherungsschutz für die Republik Singapur

Es ist empfehlenswert eine private Auslandsreise-Krankenversicherung für die Republik Singapur abzuschließen.

Regierungssitz und Hauptstadt der Republik Singapur (Stadtstaat)

Singapur ist der Regierungssitz und die Hauptstadt der Republik Singapur (Stadtstaat).

Amtssprache in der Republik Singapur

Die folgenden Amtssprachen gelten in der Republik Singapur:

  • Tamil
  • Malaiisch
  • Chinesisch (Hochchinesisch (Mandarin))
  • Englisch

Landeswährung der Republik Singapur

Singapur-Dollar (SGD) – ist die singapurische Landeswährung.

Wichtiges zu beachten in der Republik Singapur

Im Folgenden sehen Sie eine Auflistung wichtiger Hinweise und Empfehlungen für die Republik Singapur, die Ihre Aufmerksamkeit erfordern und dringend zu beachten sind:

  • Als unangemessen geltendes Verhalten von Männern gegenüber Frauen kann mit Festnahme, Haftstrafe und sogar mit Prügelstrafe geahndet werden.
  • Homosexuelle Handlungen zwischen Männern sind laut singapurischem Gesetz verboten und werden strafrechtlich verfolgt.
  • In der Republik Singapur muss z. B. jede einzelne Zigarette einen singapurischen Zollstempel tragen.
  • Der Besitz von Rauschgift (Drogen), auch von geringsten Mengen, wird mit hohen Freiheitsstrafen bestraft.
    • Für schwere Drogendelikte wird in der Republik Singapur meistens die Todesstrafe verhängt.
  • Das Führen von Kraftfahrzeugen nach Alkoholkonsum ist nicht erlaubt.
    • In der Republik Singapur gilt die 0,0 Promillegrenze.
  • Die Überschreitung der festgelegten Aufenthaltsdauer in der Republik Singapur wird streng geahndet.
    • Für Männer kann auch eine Prügelstrafe für die Überschreitung der Aufenthaltsdauer verhängt werden.

Wichtige Empfehlung: Beachten Sie die Reisehinweise für die Republik Singapur

Es ist empfehlenswert sich vor der Abreise in die Republik Singapur über die aktuellen Sicherheits- und Reisehinweise zu informieren. Aktuelle Informationen über die Sicherheits- und Reisehinweise für die Republik Singapur erhalten Sie auf der Website des Auswärtigen Amts: Auswärtiges Amt – Reise- und Sicherheitshinweise – Singapur

Hinweis vom Auswärtigen Amt: Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsbürgern die sich lang- oder kurzfristig in der Republik Singapur aufhalten, empfiehlt das Auswärtige Amt sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen. Die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts dient zur schnellen Kontaktaufnahme und Hilfeleistung bei einem Notfall. Diesbezüglich stellt das Auswärtige Amt eine Internetseite zur elektronischen Erfassung von Deutschen Staatsbürgern im Ausland zur Verfügung, den Sie unter folgendem Link erreichen: Elektronische Erfassung von Deutschen Staatsbürgern im Ausland

Bürgerservice des Auswärtigen Amts

Für deutsche Staatsangehörige ist das Auswärtige Amt (Berlin) in dringenden Angelegenheiten wie zum Beispiel einem Notfall im Ausland 24-Stunden erreichbar.

  • Telefonzentrale 24-Stunden-Service (Anruf aus dem Inland): 030 1817 0
  • Telefonzentrale 24-Stunden-Service (Anruf aus dem Ausland): 0049 30 1817 0

Zudem bietet das Auswärtige Amt (Berlin) einen Bürgerservice an, der von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) in der Zeit von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr erreichbar ist.

  • Bürgerservice des Auswärtigen Amts (Anruf aus dem Inland): 030 1817 2000
  • Bürgerservice des Auswärtigen Amts (Anruf aus dem Ausland): 0049 30 1817 2000
  • E-Mail: buergerservice@diplo.de

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit. Eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen zur Republik Singapur

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